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DANUBE DELTA TRAVEL AGENCY
       
         
                     

Danube-Sasyk Channel

       

Beschreibung unseres Reisegebietes

Drei gewaltige Flussarme bilden das Donaudelta, der St. Georg-Arm sowie der Sulina-Arm in Rumänien und der Kilia-Arm. Der Kilia-Arm, ist der nördlichste und der größte. Über mehr als 100 km bildet er die Grenze zwischen der Ukraine und Rumänien und mündet in einem eigenen Delta ins Schwarze Meer. Das Ukrainische Kiliadelta ist das eigentliche Ziel unserer Reise.

Der Hauptfluss des Kilia-Arm war lange Zeit ein für Seeschiffe befahrbar gehaltener Zugang zum schwarzen Meer. Mit dem Jugoslawienkonflikt und dem damit zum Erliegen gekommenen Schiffsverkehr auf der Donau, wurde die Freihaltung einer Fahrrinne eingestellt. Eine Wiederherstellung ist aufgrund der damit verbundenen Kosten und auch aus ökologischen Gründen unwahrscheinlich. Zumal der mittlere der Hauptarme, der Sulina-Arm auf Rumänischer Seite, als Schifffahrtsweg kanalähnlich ausgebaut ist.

Startpunkt unserer Erkundung des Deltas und der Seenlandschaft ist die Stadt Izmail. Izmail war bis 1791 eine türkische Festung, dann hat General Suworow sie für den Zaren erobert. Fortan war Izmail russisch, dann rumänisch und nach dem Zweiten Weltkrieg sowjetisch. Jetzt ist Izmail ukrainisch. Die Einstellung des Schiffsverkehrs auf der Donau zum Meer hat Izmail als Heimathafen der ukrainischen, ehemals sowjetischen Donauschifffahrtsgesellschaft wirtschaftlich hart getroffen.

Hinter Izmail beginnt das eigentliche Kiliadelta. Das letzte Städtchen vor der Mündung heißt Vilkovo. Liebevoll übertrieben wird es auch das Venedig des Donaudeltas genannt. Wie Venedig wird es von Kanälen durchfurcht. Das Boot ist in den alten Stadtteilen bis heute das Hauptverkehrsmittel geblieben. Zu den alten vom Wasser bestimmten Bezirken mit ihren Schilfgedeckten Lehmziegelbauten kamen mit der Zeit rumänische und sovietische hinzu. Die Stadt ist geprägt von blühenden Gärten und Weinbau. Vor 300 Jahren erst siedelten die Gründer der Stadt im Delta, in dieser Wildnis aus Seen, Inseln, Lagunen, Schilf und Urwald. Sie flüchteten vor den Soldaten des Zaren in diese unzugängliche Gegend, weil sie sich der Glaubensreform des Patriarchen Nicon widersetzten. Bis heute werden sie deshalb die Altgläubigen oder Lipowaner genannt und sprechen eine alte russische Sprache. Die Lipowaner sind Fischer und betreiben den Fischfang bis heute meist mit ihren eigenartigen traditionellen Holzbooten.


In Vilkovo ist auch die Leitung des ukrainischen Teils des grenzübergreifenden Biosphärenreservats ansässig, welches große Teile des Kiliadeltas beinhaltet. Das Reservat gliedert sich in unterschiedlich streng geschützte Bereiche. Der am strengsten geschützte Bereich darf von Menschen nicht betreten werden. Nur über einen Holzsteg (der ökologische Pfad) kann man in Begleitung eines Wildhüters einen Einblick in diese von Menschenhand unberührte Natur erhalten. Auch in den weniger streng geschützten Gebieten ist die Natur in weiten Bereichen in einer ursprünglichen Wildheit erhalten nicht zuletzt aufgrund der sehr niedrigen Siedlungsdichte (ca. 5 Bewohner/km2)

     

Kilia Arm

   
   

Vilkovo

 
   

Vilkovo

             

     

     

 

 

 

 

 
  Map 1     Map 2    
             
Riverine forest
 
Platalea leucorodia L.
 
Trapa Natans L.
 
             
Der von der Donau mitgeführte nährstoffreiche Schlamm und der Lauf des Wasser verändern die Landschaft ständig. Neue Inseln entstehen, Wasserwege verändern ihren Lauf, Seen und Schilflandschaften wechseln sich ab mit Urwäldern und das Delta wächst ins Schwarze Meer mit den durch Brackwasser geprägten neuen Marschlandschaften.
Die Tierwelt des Deltas ist reich sowohl an Vögeln, die ihre Nester in Kolonien bauen (autochthonische Vögel) als auch an Durchzugsvögel. Das Delta liegt auf einer der Hauptrouten der Zugvögel, der "Via Pontica". Mindestens 300 Vogelarten leben im Donaudelta. Pelikane, Stelzenläufer, Kormorane, Adler, Bienenfresser, Silberreiher, Rothalsgänse, Kraniche, Löffler, Seeraben, Enten, Nachtreiher. 10 der hier lebenden Vogelarten sind heute akut vom Aussterben bedroht.

Nicht nur für Vögel auch für andere seltene und vom Aussterben bedrohte Tiere ist das Donaudelta eines der letzten Zufluchtgebiete. Auch seltene Reptilien, der europäische Nerz, Wildkatze, Süßwasserotter, sowie die extrem gefährdete Mönchsrobbe gehören zu der hier heimischen Tierwelt. Der Ukrainische Teil des Deltas wird heute als der perspektivreichste Ort der gesamten Schwarzmeerregion für die Entwicklung einer stabilen Mönchsrobbenpopulation angesehen.

Die überwältigende Pflanzenwelt des Deltas umfasst ca. 1.150 Arten. Schlängelnde Lianen und Kriechpflanzen durchwuchern die Wälder aus Eichen, Weiden und Schwarzpappeln Eine der besonders Exotischen Pflanzen ist die Aldrovandato, eine insektenfangende, fleischfressende Pflanze. Daneben schmücken Kolonien gelbblühender Wasserschwertlilien und weißer Seerosen die Seen. Die einzigartigen schwimmende Schilfrohrinseln (Plauri) schaffen Schutzgebiete für Silberreiher und versorgen die Dorfbewohner mit einer ertragreichen, alljährlichen Ernte. Mit etwa 750 qkm beheimatet das Donaudelta das größte zusammenhängende Schilfrohrgebiet der Erde.

In den Gewässern der gewundenen, schilfbestandenen Kanäle des Deltas und den Seen sind mindestens 160 verschiedene Fischarten zu finden, sowohl Süß- als auch Meerwasserfische. Dazu gehören der große Stör, Hecht, Barsch, Karpfen.

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